Der Qualitätsbegriff

Unter "Qualität des Gemüses" kann sehr Verschiedenartiges verstanden werden, je nachdem, ob man diese vom Standpunkt

  • des Erzeugers
  • des Handels
  • des Verbrauchers

betrachtet.

Der Erzeuger will eine hohe Ertragsleistung, Einheitlichkeit in Form, Farbe und Größe, sowie leichte Ernte, der Handel eine gute Haltbarkeit, Farbe, Turgeszenz und Textur, sowie eine einheitliche Sortierung, und der Endverbraucher will sich gesund und preiswert ernähren.

Die Verarbeitungsindustrie schenkt Fragen der mechanischen Ernte und der Konservierung besondere Beachtung.

Der Gesetzgeber schließlich sieht in "Qualität" das Beachten der Normen.



Die meisten Schemata zur Einteilung des Qualitäts-Begriffs beruhen
auf folgenden Grundsätzen:

  • Der Marktwert oder die äußere Beschaffenheit ist insbesondere in den Normen der EU oder in Industrienormen definiert.
  • Der ernährungsphysiologische Wert umfasst den Nährwert, die Bekömmlichkeit und den Gesundheitswert.
  • Der Gebrauchswert beschreibt die Eignung für bestimmte Verwendungs- und Anbauzwecke.


Daneben gibt es noch einen "imaginären" Wert, der nicht messbare Eigenschaften erfasst.

Produktqualität - Saatgut